Besetzung am Steinengraben 32 und 34 beendet

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Gestern um 16 Uhr besetzten wir zwei leerstehende Wohnhäuser am Steinengraben, gegenüber dem nach vier Jahren noch immer leerstehenden (ehemals besetzten) Hotel Steinengraben. Kurz nach der Besetzung waren die Gebäude von der Polizei umstellt, ohne dass eine Anzeige vorlag. Die anwesenden PolizistInnen fielen durch ein sehr aggressives Verhalten auf.

Als ein Vertreter der „Nationale Suisse“ eintraf, ermöglichte ein Mediator ein Gespräch. Bei diesem wurde in keinster Weise auf unsere Verhandlungsbereitschaft eingegangen, die „Nationale Suisse“ erstattete im Anschluss Anzeige und die Polizei kündigte die Räumung an. Der anwesende Einsatzleiter der Polizei schien die Lage und sich selbst nicht ganz unter Kontrolle zu haben, was sich in einem auffallend aggressiven und cholerischen Verhalten äusserte.

Wir entschieden uns in dieser Situation, die Häuser gemeinsam zu verlassen, da wir keine Möglichkeit sahen, eine Räumung zu verhindern. Die Polizei pocht seit Jahren auf eine schnelle Räumung von besetzten Gebäuden, was uns zunehmend wütender macht. Die einzig tolerierten Formen scheinen Partybesetzungen und reglementierte, kommerzialisierte „Freiräume“ zu sein. Alles, was auf eine längerfristige und selbstbestimmte Nutzung abzielt, wird nicht geduldet. An dieser Stelle entlarvt sich das angebliche Verständnis von Politik und Medien für unser Bedürfnis nach Freiräumen als Heuchelei.
Wir kommen wieder.

xx/34

1 comment for “Besetzung am Steinengraben 32 und 34 beendet

  1. unwichtig
    01.07.2011 at 11:50

    Hallo Zusammen,

    ich finde Eure Anliegen wichtig und Eure Aktion am Steinengraben gut. Als langjährige Bewohnerin des Steinengrabens 34 bin ich allerdings auch froh, war die Besetzungsaktion nur kurz und demonstrativ, eine Dauerbesetzung mit Demolationen wie im Hotel Steinengraben gegebenüber hätten mein Herz gebrochen. Denn die Häuser sind über 120 Jahre alt und bergen wahre Schätze und wir haben bei Bedarf auch die Möglichkeiten Baumaterial mitzunehmen…
    Auch wir wären gerne in diesen Räumen geblieben!

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