Update zu Shi(f)t Mode

via Tageswoche:

Holzpark Klybeck: Die Finanzierung steht, der Bau verzögert sich

Der Zwischennutzungs-Verein Shift Mode hat das Geld für den «Holzpark Klybeck» zusammen. Eröffnet wird aber erst Ende Sommer 2015.

Dem Verein Shift Mode ist es gelungen, 1,75 Millionen Franken aufzutreiben. Mit dem Geld sollen auf dem ehemaligen Migrolareal vier Holzhallen (Basel Art and Culture Halls, kurz BACH) aufgebaut werden. Das bestätigt Katja Reichenstein, Sprecherin von Shift Mode, jenem Zwischennutzungsverein, der das Projekt gemeinsam mit der Kunstmesse Scope realisieren will.

Die Holzhallen werden mit mehrmonatiger Verspätung fertiggestellt, sprich erst Ende Sommer 2015. Grund dafür sei «das anhaltende Bauverfahren (unter anderem eine Einsprache wegen Lärm) sowie die sehr kurze Frist des Finanzierungsprozesses.»

Eine letzte Scope im Zelt

Zwar haben Scope und Shift Mode die Baueingabe für die Hallen bereits im letzten Herbst eingereicht. Die Finanzierung stand aber auf wackeligen Beinen, nachdem die von Scope-Chef Alexis Hubshman angekündigten «philantropischen Investoren» ausblieben. Die Kunstmesse, die zur gleichen Zeit wie die Art Basel stattfindet, hatte sich als langfristige Mieterin und Investorin empfohlen. Nachdem seitens Shift Mode mehrfach von ausstehenden «Bankbescheiden» die Rede war, begann man in Kunstkreisen zuletzt an der Realisierung zu zweifeln. Zumal drei Monate vor dem Aufbau der Scope noch immer unklar schien, wie die Location künftig aussehen wird. Auf der Website der Messe fehlt zudem jeder Hinweis auf die diesjährige Basler Ausgabe.

Gemäss Shift Mode sei es inzwischen gelungen, «Zulieferer und zukünftige Ankermieter» zu überzeugen und für eine monetäre Unterstützung zu gewinnen. Diese «Unterstützung» erfolgt gemäss Reichenstein in Form von Bürgschaften. «Wir haben einen Kredit aufgenommen, der von unseren Zulieferern gegenüber der Bank abgesichert wird.»

Somit ist klar: Die Scope wird sich, anders als angekündigt, in keiner Weise finanziell an den Holzhallen beteiligen, sondern weiterhin Miete an Shift Mode ausrichten. Der Vorteil dieser Lösung liegt auf der Hand, können so doch die Zwischennutzer die Bespielung der Hallen unabhängig von der Scope vornehmen.

Die Verzögerung der Holzbauten führt allerdings dazu, dass die Scope 2015 ein weiteres Mal in einem grossen Zelt durchgeführt wird.

Ohne Geld kein Holzpark

Die Scope ist als erste Nutzerin gesetzt, im «Holzpark Klybeck» soll aber auch ausserhalb des Messemonats Juni eine bunte Mischung aus Kultur, Gastronomie und Freiräumen entstehen.

Ohne die 1,75 Millionen Franken hätte die Zukunft der Zwischennutzungen auf der letzten grossen Brache am Klybeckquai düster ausgesehen. Denn mit ihrem Zelt nimmt die Scope so viel Platz in Anspruch, dass daneben wenig Raum bleibt für andere Projekte.